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So nutzen Sie das Kredit-Glossar

Das Kredit-Glossar erklärt wichtige Begriffe rund um Kreditaufnahme, Finanzierung, Zinsen, Rückzahlung und Umschuldung. Es hilft Ihnen dabei, Fachbegriffe schnell einzuordnen, Kreditangebote besser zu verstehen und finanzielle Entscheidungen gut vorzubereiten.

Die Begriffe sind alphabetisch geordnet. Über die Buchstabenübersicht gelangen Sie direkt zum gewünschten Themenbereich.

Das Glossar dient der ersten Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Kreditmöglichkeiten und Konditionen für Sie infrage kommen, hängt unter anderem von Ihrer finanziellen Situation, Ihrer Kreditwürdigkeit und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.

Alphabetische Übersicht A | B | D | E | F | G | K | M | N | P | R | S | T | U | V | Z

A
  • Ablösebetrag

    Der Ablösebetrag ist die Summe, die Sie zahlen müssen, um einen bestehenden Kredit zu einem bestimmten Zeitpunkt vollständig zurückzuzahlen. Er umfasst in der Regel die noch offene Restschuld sowie gegebenenfalls weitere vertraglich oder gesetzlich zulässige Beträge, etwa eine Vorfälligkeitsentschädigung.

    Wenn Sie einen Kredit umschulden möchten, sollten Sie zunächst den aktuellen Ablösebetrag bei Ihrer bisherigen Bank erfragen. So können Sie besser einschätzen, wie hoch die neue Finanzierung sein muss.


  • Annuitätendarlehen

    Ein Annuitätendarlehen ist eine häufig genutzte Form der Baufinanzierung. Die regelmäßige Rate setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Mit zunehmender Laufzeit sinkt innerhalb der Rate der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt.

B
  • Bönität

    Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit einer Person. Banken prüfen anhand von Einkommen, Ausgaben, bestehenden Verpflichtungen und weiteren Informationen, wie zuverlässig ein Kredit voraussichtlich zurückgezahlt werden kann.


  • Bonitätsprüfung

    Bei einer Bonitätsprüfung beurteilt die Bank, ob ein Kreditnehmer seine finanziellen Verpflichtungen voraussichtlich erfüllen kann. Dabei berücksichtigt sie unter anderem Einkommen, laufende Ausgaben, bestehende Kredite und gegebenenfalls SCHUFA-Daten.



D
  • Dispositionskredit

    Ein Dispositionskredit, kurz Dispo, ermöglicht es, das Girokonto innerhalb eines vereinbarten Rahmens zu überziehen. Er eignet sich zur kurzfristigen Überbrückung finanzieller Engpässe. Für den genutzten Betrag fallen in der Regel vergleichsweise hohe Zinsen an.

E
  • Effektiver Jahreszins

    Der effektive Jahreszins zeigt die jährlichen Kreditkosten in Prozent. Neben dem Sollzins berücksichtigt er bestimmte weitere Kosten. Er ist eine wichtige Vergleichsgröße, wenn Sie verschiedene Kreditangebote beurteilen möchten.


  • Einkommensnachweis

    Ein Einkommensnachweis belegt die regelmäßigen Einnahmen eines Kreditnehmers. Dazu gehören beispielsweise Gehaltsabrechnungen, Rentenbescheide oder geeignete Unterlagen von Selbstständigen. Banken nutzen diese Informationen zur Beurteilung der finanziellen Situation.



F
  • Finanzierungsbedarf

    Der Finanzierungsbedarf beschreibt den Geldbetrag, der für eine Anschaffung oder ein Vorhaben benötigt wird und nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann. Neben dem Kaufpreis sollten auch mögliche Nebenkosten berücksichtigt werden.


  • Fester Sollzins

    Ein fester Sollzins bleibt während des vereinbarten Zeitraums unverändert. Dadurch lassen sich die Zinskosten besser planen. Bei Immobilienfinanzierungen kann die Zinsbindung kürzer sein als die gesamte Rückzahlungsdauer.


G
  • Gesamtkreditbetrag

    Der Gesamtkreditbetrag bezeichnet den Betrag, der im Rahmen eines Kreditvertrags insgesamt zur Verfügung gestellt wird. Er ist vom Gesamtbetrag der Rückzahlung zu unterscheiden, der zusätzlich Zinsen und gegebenenfalls weitere Kosten umfasst.


  • Gesamtkosten eines Kredits

    Die Gesamtkosten eines Kredits umfassen die anfallenden Zinsen und weitere einzubeziehende Kosten der Finanzierung. Sie hängen unter anderem vom Zinssatz, der Laufzeit und den Vertragsbedingungen ab.


K
  • Konditionen

    Kreditkonditionen sind die vertraglichen Bedingungen einer Finanzierung. Dazu gehören beispielsweise Zinssatz, Laufzeit, monatliche Rate und Regelungen zur vorzeitigen Rückzahlung. Sie sind entscheidend für den Vergleich verschiedener Kreditangebote.


  • Kreditbetrag

    Der Kreditbetrag ist die Geldsumme, die eine Bank einem Kreditnehmer zur Verfügung stellt. Seine Höhe richtet sich nach dem Finanzierungsbedarf und der Kreditwürdigkeit. Er sollte möglichst dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.


  • Kreditlaufzeit

    Die Kreditlaufzeit ist der Zeitraum, innerhalb dessen ein Kredit planmäßig zurückgezahlt wird. Eine längere Laufzeit bedeutet häufig niedrigere Monatsraten, kann aber die gesamten Zinskosten erhöhen.

  • Kreditrate

    Die Kreditrate ist der Betrag, den Sie regelmäßig zur Rückzahlung eines Kredits zahlen. Sie setzt sich bei klassischen Ratenkrediten aus Zinsen und Tilgung zusammen und sollte dauerhaft zum verfügbaren Haushaltsbudget passen.

  • Kreditwürdigkeit

    Die Kreditwürdigkeit, auch Bonität genannt, beschreibt, wie zuverlässig eine Person ihre finanziellen Verpflichtungen voraussichtlich erfüllen kann. Sie beeinflusst, ob ein Kredit vergeben wird und welche Konditionen möglich sind.

L
  • Laufzeit

    Die Laufzeit beschreibt die vereinbarte Dauer einer Finanzierung. Sie beeinflusst die Höhe der monatlichen Raten und die gesamten Zinskosten. Eine passende Laufzeit berücksichtigt sowohl die finanzielle Belastbarkeit als auch die Gesamtkosten.



M
  • Monatliche Belastung

    Die monatliche Belastung umfasst die regelmäßigen Zahlungen für einen Kredit oder mehrere Finanzierungen. Bei der Planung sollten zusätzlich Lebenshaltungskosten, andere Verpflichtungen und finanzielle Rücklagen berücksichtigt werden.


N
  • Nettodarlehensbetrag

    Der Nettodarlehensbetrag ist die Geldsumme, die dem Kreditnehmer aufgrund des Kreditvertrags tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Zinsen und weitere Kreditkosten sind darin nicht enthalten.

R
  • Ratenkredit

    Ein Ratenkredit ist ein Darlehen, das in regelmäßigen, meist monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Er wird häufig für größere Anschaffungen genutzt. Die Ratenhöhe hängt insbesondere von Kreditbetrag, Zinssatz und Laufzeit ab.


  • Restlaufzeit

    Die Restlaufzeit bezeichnet den Zeitraum bis zur vorgesehenen vollständigen Rückzahlung eines bestehenden Kredits. Sie ist besonders bei einer Umschuldung wichtig, da eine längere neue Laufzeit die Gesamtkosten erhöhen kann.

  • Restschuld

    Die Restschuld ist der Teil eines Kredits, der noch nicht zurückgezahlt wurde. Sie verringert sich durch die Tilgung und ist besonders bei einer vorzeitigen Ablösung oder Umschuldung wichtig.

  • Restschuldversicherung

    Eine Restschuldversicherung kann die Kreditrückzahlung bei bestimmten versicherten Ereignissen absichern, beispielsweise bei Tod oder Arbeitsunfähigkeit. Umfang, Ausschlüsse und Kosten hängen vom jeweiligen Vertrag ab.

  • Rückzahlung

    Die Rückzahlung bezeichnet die Begleichung eines aufgenommenen Kredits. Sie erfolgt bei Ratenkrediten üblicherweise durch regelmäßige Zahlungen. Je nach Vertrag können zusätzliche oder vorzeitige Rückzahlungen möglich sein.

S
  • SCHUFA

    Die SCHUFA ist eine Wirtschaftsauskunftei, die Informationen über finanzielle Vertragsverhältnisse und das Zahlungsverhalten verarbeitet. Banken können SCHUFA-Daten bei der Bonitätsprüfung berücksichtigen. Die Kreditentscheidung trifft die jeweilige Bank.


  • SCHUFA-Score

    Der SCHUFA-Score ist ein statistischer Wert zur Einschätzung von Zahlungsausfallrisiken. Der seit 2026 eingeführte neue Score reicht von 100 bis 999 Punkten. Höhere Werte stehen für eine günstigere Risikoeinschätzung.


  • Selbstauskunft

    Mit einer Selbstauskunft können Verbraucher prüfen, welche persönlichen Daten eine Auskunftei gespeichert hat. Bei der SCHUFA ist eine kostenlose Datenkopie nach Artikel 15 DSGVO möglich. Fehlerhafte Angaben können berichtigt werden.

  • Sollzins

    Der Sollzins beschreibt die Verzinsung eines aufgenommenen Kredits. Er wird üblicherweise pro Jahr angegeben. Anders als der effektive Jahreszins berücksichtigt er nicht sämtliche einzubeziehenden Kreditkosten.

  • Sondertilgung

    Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Rückzahlung außerhalb der vereinbarten Kreditraten. Dadurch kann sich die Restschuld schneller verringern. Ob und in welcher Höhe Sondertilgungen möglich sind, hängt vom Kreditvertrag ab.

T
  • Tilgung

    Die Tilgung ist die Rückzahlung des aufgenommenen Kreditbetrags. Mit jeder Tilgung sinkt die offene Restschuld. Sie ist vom Zinsanteil zu unterscheiden, der für die Bereitstellung des Kredits anfällt.


  • Tilgungsplan

    Ein Tilgungsplan zeigt, wie ein Kredit über die vereinbarte Laufzeit zurückgezahlt wird. Er enthält unter anderem die Raten, Zins- und Tilgungsanteile sowie die Entwicklung der Restschuld.


U
  • Umschuldung

    Bei einer Umschuldung wird ein bestehender Kredit durch eine neue Finanzierung ersetzt. Ziel können günstigere Konditionen oder niedrigere Monatsraten sein. Ob sich die Umschuldung lohnt, hängt von den gesamten verbleibenden Kosten ab.

V
  • Verbraucherdarlehen

    Ein Verbraucherdarlehen ist ein Kreditvertrag zwischen einem Unternehmen als Darlehensgeber und einer Privatperson als Verbraucher. Für solche Verträge gelten besondere gesetzliche Schutzvorschriften, beispielsweise zu Informationen und Widerrufsrechten.


  • Vorzeitige Rückzahlung

    Bei einer vorzeitigen Rückzahlung wird ein Kredit ganz oder teilweise vor dem vereinbarten Zeitpunkt zurückgezahlt. Je nach Kreditart und Vertragsbedingungen können dafür zusätzliche Kosten entstehen.

  • Vorfälligkeitsentschädigung

    Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann entstehen, wenn ein Kredit vorzeitig zurückgezahlt wird. Bei allgemeinen Verbraucherdarlehen mit gebundenem Sollzins ist sie unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich begrenzt. Für Immobilienkredite gelten teilweise andere Regelungen.

Z
  • Zahlungsfähigkeit

    Die Zahlungsfähigkeit beschreibt, ob eine Person ihre fälligen finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Bei der Kreditvergabe wird deshalb geprüft, ob die Raten dauerhaft zum verfügbaren Einkommen und den laufenden Ausgaben passen.


  • Zinsbindung

    Die Zinsbindung ist der Zeitraum, für den ein Sollzinssatz vertraglich festgelegt wird. Besonders bei Immobilienfinanzierungen kann nach Ablauf der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung erforderlich sein.


  • Zinskosten

    Zinskosten entstehen durch die Nutzung geliehenen Geldes. Ihre Höhe hängt insbesondere vom Zinssatz, der offenen Kreditsumme und der Laufzeit ab. Eine längere Rückzahlungsdauer kann die gesamten Zinskosten erhöhen.

  • Zinssatz

    Der Zinssatz gibt an, wie hoch die Zinsen für einen Kredit sind. Unterschieden wird insbesondere zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins. Für einen Kreditvergleich ist der effektive Jahreszins besonders wichtig.

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